Nach einem langen, anstrengenden Tag brauchen wir ein entspannendes Bad mehr denn je. Dennoch springen die meisten sprichwörtlich nur durch die Dusche, anstatt in das warme Wasser einzutauchen und die Hektik des Alltages abzustreifen. Dieses Ritual der Selbstfürsorge wurde mit so vielen anderen kleinen Gewohnheiten, die uns Ruhe brachten, dem Wunsch nach mehr Produktivität geopfert.
Es wird Zeit, das Entspannungsbad als ein transformatives Erlebnis zurückzubringen. Ein Moment der Wellness lässt uns besser mit Stress umgehen. Es bringt unserer Seele und unserem Körper Ruhe, so dass es als ein eigenständiges Ritual am Ende eines jeden Tages stehen sollte.
Inhaltsverzeichnis
Warum Bäder heilen
Die Wissenschaft der Entspannung findet sich in einem warmen Bad vereint. Hier wirkt das Wasser beruhigend auf die Haut, den Körper und den Geist. Die Wärme erweitert dabei die Blutgefäße, was der Durchblutung hilft, die Krämpfe löst und die jeden Bereich des Körpers besser versorgt. So kann ein Muskelentspannungsbad wahre Wunder bewirken.
Damit nicht genug, aktiviert ein Entspannungsbad das parasympathische Nervensystem, welches dem Stress und seinen Effekten entgegenwirkt. Auch senkt es die Körpertemperatur, was zu einem besseren Schlaf führt.
Dank der besseren Durchblutung werden Schmerzen im Körper gelindert. Auch öffnet es die Poren, durch die sich der Körper mit dem Schwitzen entgiften und entschlacken kann. Schlussendlich haben Studien bewiesen, dass Entspannungsbäder Endorphine freisetzen. Dabei handelt es sich um das Glückshormon, dass unsere Stimmung und allgemeines Wohlbefinden verbessert. Das macht das Entspannungsbad zu einem erschwinglichen Luxus, den wir uns alle leisten sollten.
Das perfekte Entspannungsbad beginnt mit der Vorbereitung
Für die richtige Entspannung liegt die optimale Temperatur für ein Bad zwischen 36 und 38 Grad Celsius. Ist das Wasser zu heiß, belastet es den Kreislauf, was zum Beispiel zu Schwindel führen kann. Ist es zu kalt, dann entwickelt sich nicht die gewünschte, entspannende Wirkung.
Der beste Moment für ein warmes Bad ist ungefähr zwei Stunden vor dem Schlafengehen. Während des Badens selbst steigt die Körpertemperatur an. Danach fällt sie langsam ab, was für den Körper ein Signal ist, zu schlafen.
Die optimale Dauer des Bades liegt zwischen 15 und 30 Minuten. Kürzere Bäder entfalten nicht ihre volle Wirkung. Längere Bäder trocknen die Haut aus und belasten den Kreislauf.
Auf die Atmosphäre kommt es an
Für die perfekte Entspannung kommt es auch auf die Atmosphäre im Badezimmer an. Diese lässt sich am besten so gestalten:
- Licht dimmen: Am besten eignen sich Kerzen oder warmes, indirektes Licht als Signal an den Körper, dass keine Gefahr droht und der Moment zur Entspannung gekommen ist.
- Musik oder Stille: Sanfte Klänge entspannen den Geist und damit auch den Körper. Für einige eignet sich auch eine vollständige Stille.
- Düfte: Ätherische Öle oder Räucherstäbchen mit ihrer Unisex Fragrance erweitern das Erlebnis mit einer multisensorischen Erfahrung.
- Digitale Auszeit: Das Smartphone ist bei einem Entspannungsbad tabu.
Entspannungsbad selber machen: Natürliche Badezusätze verwenden
Mit der richtigen Auswahl an Badezusätzen wird ein normales Bad zu einem therapeutischen Erlebnis. Diese Zutaten lassen sich oft in der Küche oder einem Bioladen finden:
- Epsom-Salz, auch als Magnesiumsulfat bekannt, dient schon seit langem als effektives Muskel Entspannungsbad Hausmittel. Die Haut nimmt das Magnesium auf. Dort löst es Verspannungen und hemmt es Entzündungen
- Ätherische Öle als natürliche Helfer gegen bestimmte Beschwerden, zum Beispiel Lavendel für einen besseren Schlaf und Eukalyptus für freie Atemwege
- Natron, um das Wasser weicher zu machen und der Haut die Aufnahme zu erleichtern
- Kräuter, wie Rosenblüten, Lavendelblüten und Muskelblüten in einem Mullbeutel, um die Haut und den Körper zu pflegen
- Honig für eine geschmeidige Haut, die viel Feuchtigkeit bindet. Schon Kleopatra hat ihn in Verbindung mit Milch genutzt.
Spezielle Baderituale für besondere Bedürfnisse
Verschiedene Rezepturen sorgen für verschiedene Ergebnisse. Hier sind die wichtigsten Rituale auf einen Blick:
- Detox-Bad für die Entgiftung für Körper und Geist mit 250 g Epsom Salz, 125 g Natron, 10 Tropfen Zitronenöl und 1 Tasse Apfelessig, welche nach 5 Minuten Badezeit hinzugefügt wird
- Anti-Stress-Bad zur Beruhigung des Nervensystems mit 300g Meersalz, 8 Tropfen Lavenelöl, 5 Tropfen Bergamotteöl, 2 EL Honig und dazu eine paar getrocknete Lavendelblüten
- Muskel-Erholungs-Bad nach dem Sport mit 500 g Epsom-Salz, 10 Tropfen Rosmarinöl, 5 Tropfen Pfefferminzöl, 3 Tropfen Ingweröl
- Das Erkältungsbad mit 200 g Meersalz, 8 Tropfen Eukalyptusöl, 5 Tropfen Teebaumöl, 3 Tropfen Kiefernnadelöl
Das Ritual nach dem Bad
Es kommt für die Entspannung auch auf das Ritual nach dem Bad selbst an. Dafür sollte die Haut sanft abgetupft, nicht gerubbelt, werden. In diesem Moment ist die Haut am besten in der Lage, Pflegeprodukte aufzunehmen. Daher lohnt es sich, jetzt eine Körperlotion sanft aufzutragen, die alle wichtigen Nährstoffe enthält und die Feuchtigkeit in der Haut einschließt.
Für die Pflegeprodukte kommt es auf hochwertige Inhaltsstoffe an. Dazu gehören Sheabutter, Jojobaöl und Hyaluronsäure, wie sie sich in den Angeboten bei BODIQ finden lassen.
Darüber hinaus bracht der Körper nun viel Wasser, denn er hat viel durch Schwitzen verloren. Daher sollte nun viel Wasser oder beruhigende Tees getrunken werden, die den Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen.
Ebenfalls steht nach dem Bad eine Ruhezeit von mindestens 30 Minuten an. Das geht am besten in den Bademantel oder eine weiche Decke eingekuschelt. Hier hilft auch ein wenig Meditation oder eine leichte Lektüre.
Fazit: Das Entspannungsbad für die eigene Wellness
Das Entspannungsbad eignet sich sehr gut, um nicht nur den Körper, sondern auch die Seele von den Belastungen des Alltags zu reinigen. Mit dem richtigen Ritual bzw. der richtigen Rezeptur für den gewünschten Anlass lässt sich die Wirkung noch verbessern. So sind wir wieder gewappnet, um den Herausforderungen des nächsten Tages zu begegnen.